08.09.2005

Ausgereift, zuverlässig und wirtschaftlich: Erdgas-Brennwertheizung mit überzeugenden Vorteilen

Neben der Wirtschaftlichkeit ist die Energieeffizienz als weiterer entscheidender Vorteil der Gas-Brennwerttechnik hervorzuheben.
In einer aktuellen Praxisstudie sind 60 Gas-Brennwertkessel über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren bezügliches ihres Jahresnutzungsgrades analysiert worden. Die unter realen Einsatzbedingungen gemessene Energieeinsparung gegenüber den zu Vergleichszwecken untersuchten Niedertemperaturkesseln betrug dabei im Durchschnitt 13,5 Prozent. Ein Einsparpotential in ähnlicher Höhe ergibt sich auch bei der rechnerischen Bewertung der Gas-Brennwerttechnik nach der aktuellen Energieeinsparverordnung bzw. nach der zukünftigen Norm für die energetische Bewertung DIN V 18599. Eng gekoppelt an die energetische Effektivität ist die günstige CO2-Bilanz, hier verbinden sich die Vorteile des Brennstoffs Erdgas (geringer Kohlenstoffgehalt) mit der guten Energieausnutzung durch die Gas-Brennwerttechnik.

Auch aus technischer Sicht spricht vieles für die Gas-Brennwerttechnik. So gestatten die Brenner moderner Gas-Brennwertkessel wesentlich höhere Modulationsbereiche, als mit flüssigen oder festen Brennstoffen gegenwärtig erzielt werden. Die Brennerleistung kann üblicherweise bis auf 20 bis 30 Prozent der Maximalleistung verringert werden, Spitzenbrenner können sogar bis auf zehn Prozent herunter geregelt werden. Damit können die in modernen, gut gedämmten Gebäuden immer stärker differierenden Leistungsanforderungen für die Heizung und Trinkwassererwärmung sehr gut abgedeckt werden. Vorteile ergeben sich auch im Sanierungsfall, wenn die erforderliche Heizleistung infolge nachträglicher Wärmeschutzmaßnahmen am Gebäude sinkt, der Wärmeerzeuger jedoch noch nicht ausgetauscht werden muss. Hier macht sich auch das günstige Teillastverhalten der Gas-Brennwertgeräte bezahlt. Solange der Brenner im Modulationsbereich arbeitet, steigt der Wirkungsgrad bei geringerer Wärmeanforderung, da die Brennerbelastung sinkt.

Nach mehr als 15 Jahren Gas-Brennwertnutzung in Deutschland ist diese technisch ausgereift, „Kinderkrankheiten“ sind lange auskuriert. Die langjährige Einsatzerfahrung ist auch bei der Betrachtung des Designs, des Komforts und der Geräuschemissionen moderner Gas-Brennwertgeräte zu spüren. Die Fortschritte der letzten Jahre auf diesen Gebieten haben in Verbindung mit dem brennstoffbedingt praktisch geruchsfreien Betrieb dazu geführt, dass wandhängende Gas-Brennwertgeräte problemlos im beheizten Bereich eines Gebäude installiert werden können. Der Platzbedarf von Gas-Wärmeerzeugern ist ohnehin gering, eine Brennstofflagerung nicht erforderlich. Durch die Aufstellung im beheizten Bereich lässt sich eine weitere erhebliche Energieeinsparung realisieren, gleichzeitig werden die Investitionskosten im Regelfall günstig beeinflusst. Gas-Brennwertkessel sind für ein enorm breites Leistungsspektrum marktverfügbar. Einzelne Wandgeräte können bis zu 100 kW leisten, in Kaskadenschaltungen können mehrere hundert Kilowatt durch Wandgeräte bereitgestellt werden. Bodenstehende Gas-Brennwertkessel können sogar für Heizleistungen von mehr als zehntausend kW geordert werden.

Der natürliche geringe Schwefelgehalt des Brennstoffs Erdgas bringt für die Brennwertnutzung vorteilhafte Kondensateigenschaften mit sich. Eine spezielle Vorbehandlung des Brennstoffs ist generell nicht notwendig. Der ph-Wert des Kondensats ist mit dem von Regenwasser in industriellen Gebieten vergleichbar, eine Neutralisation ist deshalb in der Regel erst bei Leistungen von mehr als 200 kW erforderlich. Die Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit von Gas-Brennwertkesseln sind verhältnismäßig gering, folglich können preiswerte Werkstoffe eingesetzt werden. Dies gilt in noch stärkerem Maße für die Abgassysteme, hier kommen überwiegend preiswerte Abgassysteme aus Kunststoffen zum Einsatz.

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