02.11.2005

Energiekosten sparen – mit „Kilowattstunden“ geizen!

Beim Telefonieren ist es üblich: Viele Anrufer achten auf Anzahl sowie Höhe der Telefoneinheiten und senken so ihre Gebühren. Bei der Verwendung von Energie sieht das bisher noch ganz anders aus, stellt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. fest. Nur wenige wissen, was Energie kostet und wie hoch der eigene Verbrauch tatsächlich ist. Dabei bringt die Nebenkostenabrechnung den Verbrauch an den Tag. Der Energieverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Wer Energiekosten sparen will, muss wissen, wie viel Kilowattstunden er wofür verbraucht. So ist rund eine Kilowattstunde nötig, um einen Hefekuchen zu backen und ebenso viel, um mit einer sparsamen Waschmaschine eine Ladung Wäsche bei 60 Grad zu waschen. Ein Kühlschrank mit einem Volumen von 300 Litern kann mit einer Kilowattstunde Strom zwei Tage lang laufen. Eine Energiesparlampe mit einer Leistung von zehn Watt spendet 100 Stunden Licht, eine herkömmliche 100-Watt-Glühlampe schafft damit gerade mal zehn Stunden. Wer ohne Licht auskommt, kann dafür auch fünf Stunden am Computer arbeiten. Richtig anspruchsvoll zeigt sich dagegen eine elektrische Herdplatte – sie kommt mit dieser Energie nur etwa eine halbe Stunde aus. Auf die Spitze treibt es aber ein elektrischer Durchlauferhitzer – nach nur drei Minuten gibt er bloß noch kaltes Wasser ab, wenn man ihm keine zusätzliche Energie liefert. 

Für eine Kilowattstunde Strom zahlen deutsche Haushalte derzeit rund 16 Cent, für eine Kilowattstunde Erdgas sind es etwa fünf Cent. Die Dusche am Morgen kostet daher mit Strom erwärmt 27 Cent, mit Erdgas 14 Cent. Dabei ist berücksichtigt, dass zur Erwärmung von 50 Litern Wasser um 30 Grad für eine Dusche mit einem Durchlauferhitzer rund 1,7 Kilowattstunden Strom oder 2,9 Kilowattstunden Erdgas nötig sind. 

Der Bund der Energieverbraucher hat aufgelistet, auf welch unterschiedliche Art und Weise sich eine Kilowattstunde präsentieren kann. Sie steckt beispielsweise in einer halben Schaufel Steinkohle oder jener Menge an Strahlung, die die Sonne im Hochsommer innerhalb von 45 Minuten auf einen Quadratmeter Erdoberfläche niedergehen lässt. Ein Kubikmeter Erdgas enthält sogar ganze zehn Kilowattstunden. Und wer will, kann eine kWh auch per Muskelkraft erzeugen, muss dafür aber etwas Zeit mitbringen, denn beispielsweise auf einem Hometrainer muss man sich dafür etwa zehn Stunden lang abstrampeln.

ASUE

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de