10.12.2004

Energiekosten sparen: Die wichtigsten Tipps

Der gestiegene Ölpreis hat vielfältige Auswirkungen. So wurde beispielsweise nicht nur das Autofahren teurer, auch die Kosten für Heizung und Warmwasser sind in vielen Fällen nach oben geklettert. Doch während man den schwankenden Kraftstoffpreisen relativ hilflos ausgesetzt ist, hat man bei den Aufwendungen für Heizung und Warmwasserbereitung – die etwa 40 Prozent der gesamten Nebenkosten ausmachen – mit den folgenden Tipps der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. deutlich mehr Einflussmöglichkeiten.

•  Den größten Einfluss auf die Heizkosten hat die eingesetzte Heizungsanlage. Moderne Systeme wie etwa Erdgas-Brennwertgeräte verbrauchen im Vergleich zu alten Anlagen bis zu 40 Prozent weniger Energie. Eine Erneuerung amortisiert sich daher innerhalb weniger Jahre.

•  Eine weitere technische Maßnahme zur Energieeinsparung ist die Wärmedämmung eines Gebäudes. Dabei ist vor allem auf die Dämmung von Heizkörpernischen zu achten, da hier die Hauswand in der Regel am dünnsten ist und daher die Wärmeverluste am größten sind. Die wichtigste Kennzahl im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz eines einzelnen Bauteils ist der so genannte U-Wert, der so klein wie möglich sein sollte.

•  Nutzen Sie die Möglichkeiten aus, die die Steuerungen moderner Heizungssysteme bieten! Denn durch eine witterungsgeführte Temperaturregelung sowie eine automatische Temperaturabsenkung während der Nachtstunden oder mehrstündiger Abwesenheit auf ca. 15 °C ergeben sich zum Teil deutliche Einsparpotenziale, da jedes Grad weniger die Heizkosten um rund sechs Prozent verringert. Auch sollten die Raumtemperaturen nicht unnötig hoch gewählt werden. Die in diesem Zusammenhang empfohlenen Temperaturen betragen für Wohn- und Arbeitsräume 20 °C, für Küche und Schlafzimmer 18 beziehungsweise 17 °C sowie für Flure 10 bis 15 °C.

•  Achten Sie darauf, dass alle Heizkörper ihre Wärme ungehindert an die Raumluft abgeben können. Eine Abdeckung durch Gardinen, Vorhänge, Möbel oder gar Verkleidungen verhindert nämlich einen optimalen Wärmetransport und ist daher unbedingt zu vermeiden.

•  Auch auf das richtige Lüften kommt es an. Dauerlüften bei gekipptem Fenster und aufgedrehter Heizung ist nämlich die mit Abstand ineffizienteste Methode der Frischluftversorgung. Statt dessen sollte mehrmals kurzzeitig (nie mehr als zehn Minuten) mit weit offenem Fenster gelüftet oder ein System zur Wohnungslüftung installiert werden, das belastete Luft mittels Ventilatoren absaugt.

Wärmeverluste über die Glasflächen von Fenstern oder Balkontüren lassen sich verringern, in dem man nachts die Vorhänge oder Rollladen schließt. Zusätzlich kann sich eine Wärmedämmung für die Rollladenkästen lohnen.

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de