27. Oktober 2011, Berlin

Erreichen der Klimaschutzziele durch richtige Heizungssysteme

Berlin, 27. Oktober 2011: Allein durch die Wahl des richtigen Heizungssystems lassen sich rund 30 % an Primärenergie einsparen. Will die Bundesregierung ihre Ziele im Klimaschutz und Energieeinsparung verwirklichen, so sind die energetische Sanierung von Gebäuden und die Energieeffizienz wichtige Eckpfeiler zum Erreichen der Ziele. Das Energiekonzept 2050 der Bundesregierung bildet den künftigen Fahrplan zur Erreichung der Klimaschutzziele, zur Steigerung der Energieeffizienz sowie den Ausbau der er-neuerbaren Energien. Die Treibhausgasemissionen sollen bezogen auf das Vergleichsjahr 1990 bis zum Jahr 2020 um 40 % und bis zum Jahr 2050 sogar um 80 – 95 % reduziert werden. Bei der Energieeffizienz sieht der Fahrplan vor, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2050 um bis zu 80 % zu reduzieren sowie Effizienzstandards für Gebäude sukzessive zu erhöhen.

Beim Neubau oder beim Sanieren eines Hauses steht der Bauherr vor der Entscheidung für das richtige Heizungssystem. Es existieren verschiedene Heizungssysteme am Markt, die sich zum einen in der Anlagentechnik und zum anderen in der Verwendung des Energieträgers unterscheiden. Bei der Entscheidung für ein Heizungssystem sind in erster Linie der zu erzielende Komfort, die entstehenden Investitions-, Energie- und Betriebskosten sowie die Umweltverträglichkeit zu berücksichtigen.

Bauherren in der Pflicht
Jeder Bauherr kann mit dem richtigen Heizungssystem einen großen Beitrag zur Klima- und Ressourcenschonung leisten. In Europa und Deutschland entfallen mehr als 40 % des Endenergieverbrauchs auf die Raumheizung und die Warmwasserbereitstellung. Hinzu kommt, dass circa 75 % des Wohnbestandes der hierzulande rund 40 Millionen Wohneinheiten vor 1978 errichtet wurden. Diese Zahlen verdeutlichen, dass hier ein beträchtliches Potential zum Energiesparen besteht. Der effiziente Umgang mit der eingesetzten Energie ist ein wichtiger Schlüssel zum Erreichen der Klimaschutzziele.

Zum Beispiel verbraucht ein 25 Jahre alter Heizkessel im Schnitt über ein Drittel mehr Energie als ein moderner Erdgas-Brennwertkessel. Wird dieser ausgetauscht, spart der Eigentümer also rund 30 % der eingesetzten Energie ein. Durch die Kombination eines Erdgas-Brennwertkessels mit Solarthermie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kann man den Energie-Einspareffekt sogar auf über 50 % steigern.

Erdgas als Baustein der Energiewende
In Neubauten kommt mittlerweile in über 70 % der Haushalte Erdgas zum Einsatz, der Einbau von Erdgastechnologien stellt daher eine langfristige sichere Entscheidung dar. Relativ neu am Markt sind Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) im kleinen Leistungsbereich für das Ein- und Zweifamilienhaus, auch Strom erzeugende Heizungen genannt. Diese Anlagen produzieren gekoppelt und dezentral sowie hocheffizient Wärme und Strom direkt vor Ort zu Hause. Durch die gekoppelte Erzeugung wird der eingesetzte Brennstoff besonders effizient genutzt, dies wiederum ermöglicht Wirkungsgrade von bis zu 90 % und spart beim Primärenergieverbrauch. Bezogen auf die CO2-Emissionen geben diese Anlagen bis zu 40 % weniger Emissionen an die Atmosphäre ab.

Die innovativen Strom erzeugenden Heizungen befinden sich jedoch noch in der Markteinführungsphase und stellen sich daher im Vollkostenvergleich, den die ASUE – Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. in der Broschüre „Ratgeber Wärmeversorgung“ herausgegeben hat, nicht als die kostengünstigste Alternative dar. Durch Ihre hohen Wirkungsgrade sind diese Anlagen aber eine interessante Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen, weil sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur Energiewende leisten können. Größere KWK-Anlagen mit Nahwärmeanbindung lassen sich im Vollkostenvergleich derzeit besser darstellen. In der Broschüre ist ein detaillierter Vollkostenvergleich für 24 verschiedene Systemvarianten der Wärmeversorgung in Wohngebäuden dargestellt. Der „Ratgeber Wärmeversorgung“ gibt nützliche Informationen welche Heizungssysteme besonders kostengünstig und umweltschonend im Vergleich zu anderen sind (Ausschnitt siehe Grafik).

Hintergrundinformationen zu Heizungssystemen finden Sie in der ASUE-Broschüre "Ratgeber Wärmeversorgung", die Ihnen als PDF hier zur Verfügung steht.

 

ASUE
Arbeitsgemeinschaft für sparsamen 
und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.

Pressekontakte
Geschäftsstelle Berlin
Andrej Krocker
Litfaß-Platz 3
10178 Berlin
 
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
Telefax: 0 30 / 22 19 13 49-9
                
Geschäftsstelle Essen 
Dr. Jochen Arthkamp
Postfach 10 01 16
45001 Essen
 
Telefon: 02 01 / 27 01 96
Telefax: 02 01 / 27 22 64
 
E-Mail: info@asue.de
Internet: www.asue.de
 
Newsletter unter: www.asue.de/newsletter.html
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de