25.04.2008

Gesteigerte Versorgungssicherheit bei Erdgas

Verflüssigtes Erdgas erweitert Bezugsmöglichkeiten für deutsche Gasversorger
Die Technologie der Verflüssigung von Erdgas wird Deutschland künftig eine breitere Palette an Bezugsmöglichkeiten eröffnen. Denn verflüssigtes Erdgas – kurz LNG (liquefied natural gas) genannt – lässt sich mit Tankschiffen auch unabhängig von Pipelines effizient transportieren. Verbraucher könnten dadurch nach Informationen der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. neben günstigeren Bezugspreisen vor allem durch eine gesteigerte Versorgungssicherheit profitieren. So erwartet die E.ON Ruhrgas AG, dass der Anteil von LNG-Lieferungen in die 27 EU-Länder von heute rund 10 Prozent bis zum Jahr 2020 auf rund 18 Prozent steigen wird. 

Um Erdgas zu verflüssigen, wird es stark abgekühlt. Dabei verringert sich das Volumen eines Liters Erdgas auf den rund 600sten Teil, so dass man große Mengen sehr effizient und flexibel transportieren kann. Denn die Aufnahmekapazität der dafür eingesetzten Tankschiffe beträgt bis zu 150.000 m3 LNG – das sind umgerechnet etwa eine Milliarde Kilowattstunden. Am Zielort wird das Erdgas dann in das Erdgasnetz zur weiteren Verteilung an die Endverbraucher eingespeist. Hierzu soll beispielsweise in Wilhelmshaven ein leistungsfähiges LNG-Terminal entstehen. 

Neben LNG ist die Einspeisung von Bioerdgas – also auf Erdgasqualität veredeltes Biogas – in das Erdgasnetz eine weitere vielversprechende Möglichkeit, die Gasversorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Nach einer Studie des Wuppertal Instituts könnten im Jahr 2030 zirka 100 Milliarden kWh Bioerdgas erzeugt werden. Diese Menge entspricht etwa zehn Prozent des aktuellen Erdgasbedarfs in Deutschland. Durch die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz lässt sich dieser erneuerbare Energieträger im Prinzip an jedem Erdgasanschluss nutzen. 

ASUE 

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