02.06.2006

Gesundheitsgefahr durch Schimmelpilze in Wohnungen

Schimmelpilzstellen in Wohnungen sind eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr. Zur wirksamen Verhinderung von Schimmelpilzbildung gibt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. nachfolgend einige wertvolle Tipps.

Unter Schimmel versteht der Fachmann eine Vielzahl von Pilzarten, die auf organischen Materialien wachsen. Dementsprechend sind diese Pilze fast überall in der Umwelt anzutreffen. Sie vermehren und verbreiten sich über Sporen, die unter anderem durch die Luft transportiert werden und so auch in Innenräume gelangen. Finden sie dort günstige Bedingungen vor – dazu zählt vor allem eine hohe Luftfeuchtigkeit –, siedeln sie sich rasch an. Die Folgen sind neben unschönen Flecken und/oder modrigem Geruch häufig auch gesundheitliche Beeinträchtigungen wie allergisches Asthma, Haut- und Schleimhautreizungen. Zudem können Schimmelpilze grippeähnliche Symptome auslösen.

Zur sicheren Vermeidung von Schimmelpilzbildung rät die ASUE, die relative Luftfeuchte in Innenräumen nicht über 60 bis 65 Prozent steigen zu lassen. Die Einhaltung dieser Werte lässt sich mit einem Hygrometer einfach überprüfen. Bei höheren Werten schafft eine Querlüftung durch Öffnen möglichst gegenüberliegender Fenster schnelle Abhilfe, denn dabei wird innerhalb kürzester Zeit die Raumluft komplett ausgetauscht und so die Feuchtigkeit abtransportiert. In den Wintermonaten reicht dafür oft schon pro Stunde eine einzige Minute! Demgegenüber ist Kipplüftung sehr ineffektiv: Da damit ein kompletter Luftaustausch im Winter bis zu 18 Minuten dauern kann, geht dabei entsprechend viel wertvolle Wärme und Heizenergie verloren.

Darüber hinaus spielt auch die Raumtemperatur eine wichtige Rolle: Trifft nämlich feuchte und warme Luft auf eine kalte Oberfläche, kondensiert dort fast schlagartig Feuchtigkeit aus. Diesen Effekt kennt im Übrigen jeder Brillenträger, der im Winter aus der Kälte kommend einen warmen Raum betritt und dessen Gläser dabei beschlagen. Deshalb sollten im Winter auch nicht oder nur selten benutzte Räume soweit geheizt werden, dass die Luftfeuchte dort nicht auskondensieren kann.

ASUE

Bei Veröffentlichung erbitten wir einen Beleg an: ASUE e. V., Postfach 30 37 27, 10726 Berlin.

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de