01.10.2002

Rechtzeitig an die kalten Tage denken: Ist die Heizung fit für den Winter?

Hauseigentümer sollten den Zustand ihrer Heizanlage überprüfen lassen, bevor die kalten Tage anbrechen. Darauf weist jetzt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch hin.
 
Was beim Auto üblich ist, stellt bei Heizungsanlagen noch immer die Ausnahme dar: eine regelmäßige Wartung. Jeder Autofahrer weiß, dass sein Auto aus Gründen der Sicherheit, des Umweltschutzes und der Langlebigkeit regelmäßig inspiziert, geprüft und gewartet werden muss, wobei in gewissen Zeitabständen bestimmte Verschleißteile ersetzt werden. Genauso verhält es sich auch mit der Heizung. Damit die Heizungsanlage auch wirklich die durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren erreicht, ist regelmäßig eine Reinigung der Heizflächen im Wärmeerzeuger, eine Überprüfung der regelungstechnischen Einrichtungen und der Brennereinstellung notwendig. Diese Maßnahmen stellen nicht nur einen störungsfreien Betrieb sicher, sondern senken außerdem den Energieverbrauch der Anlage.
 
Die Kosten dafür betragen bei einem Gas-Brennwertkessel etwa 130 Euro. Für einen Ölkessel sind etwa 100 Euro mehr einzukalkulieren, da die jährliche Reinigung eines solchen Kessels im Allgemeinen einen höheren Aufwand erfordert.
 
Die Wartung von Heizgeräten und die Störungsbeseitigung sind eine Sache nur für den Fachhandwerker. Dieser stellt bei einer Wartung und Inspektion die Gebrauchsfähigkeit und damit die Sicherheit der Anlage fest.
 
Der Hauseigentümer kann aber auch selbst etwas für die Betriebssicherheit seiner Heizanlage tun. Ist das Haus zum Beispiel mit Gas versorgt, raten Experten einmal im Jahr zu einem "Check". Dabei ist darauf zu achten, dass Absperreinrichtungen am Gas-Hausanschluss und an Gaszählern frei zugänglich sind. Frei verlegte Gasleitungen müssen gut befestigt sein und dürfen nicht als Lastenträger zweckentfremdet werden. Diese Gasleitungen sollte man in regelmäßigen Abständen auf Roststellen untersuchen, die sich besonders gern an Wand- und Deckendurchführungen sowie in feuchten und unbelüfteten Räumen bilden. Bei der Verkleidung von Gasrohren ist für ausreichende Lüftungsöffnungen zu sorgen.
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de