01.07.2003

Sauberere Luft in der Innenstadt Neue Pkw-Antriebstechnik verspricht Besserung

Die verkehrsbedingten Emissionen haben ein Niveau erreicht, das vor allem in den Innenstädten erhebliche Belastungen der Gesundheit und der Umwelt mit sich bringt. So führt beispielsweise der so genannte Sommersmog mit seinen hohen Ozonkonzentrationen in bodennahen Luftschichten zu Gesundheitsbeschwerden, während der „saure Regen“ unter anderem Pflanzen und auch Gebäuden zu schaffen macht. Auch die Partikelbelastung ist weiterhin ein ernstes Problem. Sie entstammt vor allem dieselbetriebenen Fahrzeugen, darunter LKWs und Bussen, und ist das Ergebnis einer unvollständigen Verbrennung des Treibstoffes im Motor.
 
Als Alternative hierfür bieten sich mit Erdgas betriebene Fahrzeuge an, denn sie weisen zum Teil deutlich geringere Emissionen auf. Nach Angaben der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch enthalten die Abgase von Erdgasfahrzeugen zum Beispiel bis zu 80 Prozent weniger reaktive Kohlenwasserstoffe (HC) und Stickstoffoxide (NOX). Dies führt unter anderem zu einer deutlichen Minderung der bodennahen Ozonbildung. Messungen im praktischen Einsatz haben zudem gezeigt, dass sich gegenüber dem Dieselbetrieb eine Reduzierung der Kohlenmonoxid-Emissionen (CO) um die Hälfte erreichen lässt. Außerdem entsteht bis zu 25 Prozent weniger Kohlendioxid (CO2) als in den Abgasen von herkömmlichen Benzinmotoren.
 
Die Krebs erregenden Rußpartikel aus Erdgas betriebenen Fahrzeugen sind im Vergleich zu Dieselmotoren sogar um mehr als 90 Prozent vermindert! Erdgasautos unterschreiten damit die weltweit schärfsten Abgasgrenzwerte – die kalifornischen Standards für Ultra-Low-Emission-Vehicles (ULEV) – um bis zu 90 Prozent und erreichen sogar den EZEV-Standard (Equivalent Zero Emission Vehicle). Damit halten Erdgasfahrzeuge bereits heute die in Europa für das Jahr 2008 vorgesehenen Grenzwerte ein.
 
Für Erdgasfahrzeuge sprechen zudem die geringen Treibstoffkosten: Ein Kilogramm Erdgas kostet etwa 67 Cent und hat denselben Energiegehalt wie 1,5 Liter Benzin. Auf einen Kilometer bezogen, ist der Treibstoff also nur etwa halb so teuer!
 
Viele Automarken bieten inzwischen serienmäßig Erdgasfahrzeuge an. Dafür gibt es in Deutschland zurzeit mehr als 350 entsprechende Tankstellen; bis Ende übernächsten Jahres werden es fast 1.000 sein – ein ausreichend dichtes Netz, das jedoch noch weiter ausgebaut werden wird. Weitere Informationen zum Thema Erdgasfahrzeuge gibt es im Internet unter www.erdgasfahrzeuge.de.
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de