30.08.2006

TÜV: Erdgas-Fahrzeuge sind sicher

Die ständig steigenden Spritpreise stellen vor allem für die privaten Autofahrer eine immer größere Belastung dar – insbesondere dann, wenn aus beruflichen Gründen Mobilität gefordert ist. Eine interessante und zukunftsweisende Lösung stellen Erdgasfahrzeuge dar, denn sie profitieren nach Informationen der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. von der steuerlichen Einstufung des Erdgases. Dieses wird aufgrund seiner umwelt- und energierelevanten Erfolgsfaktoren bis mindestens Ende 2018 bei der Mineralölsteuer begünstigt. Deshalb beträgt der Preis für ein Kilogramm Erdgas derzeit nur rund 85 Cent. Rechnet man die in einem Kilogramm Erdgas vorhandene Energie in Diesel- und Superkraftstoff um, kommt man auf etwa 1,3 Liter Diesel und 1,5 Liter Super. Dies entspräche einem Dieselpreis von 65 Cent pro Liter und von 57 Cent je Liter Superkraftstoff. 

Mittlerweile werden Erdgasfahrzeuge von vielen namhaften Fahrzeugherstellern serienmäßig hergestellt, so dass sie den gleichen Komfort wie ihre flüssigkraftstoffbetriebenen Pendants bieten. Und auch ihre Sicherheit steht dem herkömmlicher Kraftfahrzeug in keiner Weise nach, wie Judith Ortenburger von der TÜV SÜD Automotive GmbH in Garching bestätigt: „Erdgasfahrzeuge sind grundsätzlich sicher, sonst bekämen sie keine Betriebserlaubnis und dürften also auch nicht auf der öffentlichen Straße betrieben werden. Bei einem Unfall ist gerade der Gastank wegen seiner druckfesten Bauweise und des stützenden Innendrucks ein sehr sicheres und stabiles Bauteil. Für zusätzliche Sicherheit sorgen eine spezielle Abblasevorrichtung, die im Brandfall den Behälter entspannt und so ein Bersten verhindert, und eine Rohrbruchsicherung, die beim Abreißen der Hochdruckleitung den Tank abdichtet.“ 

Auch beim Tankvorgang entsprechen Erdgasfahrzeuge höchsten Sicherheitsanforderungen. Judith Ortenburger: „Die tankstellenseitige Kupplung wird druckfest und gasdicht an die fahrzeugseitige Kupplung angeschlossen. Das erfordert einige andere, aber nicht sehr schwierige Handgriffe. Ansonsten sollte es keine Unterschiede zum Betrieb konventioneller Fahrzeuge geben: fahren – tanken – fahren, nach Vorgabe des Herstellers zur Inspektion, und natürlich regelmäßig zum ‚TÜV’“. 

ASUE 

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Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
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