01.03.2007

Umweltschonend im Straßenverkehr: Erdgas und Bioerdgas

Für die Klimaerwärmung muss nach wissenschaftlichen Erkenntnissen insbesondere das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) verantwortlich gemacht werden. Eine wesentliche CO2-Quelle stellt der Straßenverkehr dar, wo es bei der Verbrennung von Benzin und Diesel in Fahrzeugmotoren entsteht. Dabei sind nach Aussage der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. bereits wesentlich umweltschonendere Antriebstechnologien verfügbar. Mit Fahrzeugen, die Erdgas tanken, kann der Kohlendioxid-Ausstoß gegenüber Benzinbetrieb um bis zu 25 Prozent gesenkt werden. Die Automobilhersteller bieten inzwischen eine immer größere Palette an serienmäßigen Erdgasfahrzeugen an. 

In Zukunft könnten Erdgasfahrzeuge auch mit der regenerativen Energie Bioerdgas betankt werden. Bioerdgas ist ein auf Erdgasqualität veredeltes Biogas und stellt eine regenerative Energiequelle dar, denn bei der Verbrennung von Bioerdgas entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie die zu seiner Herstellung verwendete Biomasse zuvor der Atmosphäre entzogen hat. Daher lassen sich mit Bioerdgas als Kraftstoff die gesamten Treibhausgasemissionen eines Fahrzeugs gegenüber dem Betrieb mit konventionellen Treibstoffen um bis zu 65 Prozent verringern. Selbst gegenüber anderen, flüssigen Bio-Kraftstoffen wie Rapsöl oder Bioethanol zeigt sich Bioerdgas dank seiner besonders hohen Flächeneffizienz deutlich überlegen. Denn auf einem Hektar Anbaufläche lässt sich beispielsweise mehr als dreimal soviel gasförmiger Kraftstoff herstellen wie bei der Produktion von Rapsöl. 

Seit wenigen Wochen speisen in Deutschland erste Anlagen Bioerdgas in die Leitungen der öffentlichen Gasversorgung. Mit Bioerdgas ist es möglich, regenerative Energien über die Erdgasleitung zu beziehen. Die zentrale Erschließung regenerativer Energien, die Verteilung und dezentrale Nutzung über das Erdgasnetz hat Vorteile, denn eine individuelle Erschließung regenerativer Energien wäre für den Einzelnen teurer. Weitere Informationen zu diesem Thema bietet die ASUE im Internet unter www.bioerdgas-online.de.

ASUE 

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