Verbände der deutschen Gaswirtschaft zeichnen fünf Unternehmen für ihre Verdienste um Innovation und Klimaschutz aus

Essen, 9. November 2016 – Alle zwei Jahre verleihen die Verbände der deutschen Gaswirtschaft unter Federführung der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) den Preis für Innovation und Klimaschutz. Neben der ASUE beteiligen sich auch der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie die Brancheninitiative Zukunft Erdgas an der Auslobung des Innovationspreises.

Die diesjährige Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Babara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Die Ausschreibung des Innovationspreises hatte diesmal 45 Unternehmen motiviert, ihre Entwicklungsprojekte vorzustellen. Zur Bewertung der eingereichten Projekte wurde eine Jury einberufen, die unter Leitung von Professor Dr. Georg Erdmann, Leiter des Fachgebiets Energiesysteme an der TU Berlin, in mehreren Sitzungen die jeweiligen Preisträger ermittelte. Wegen besonderer Leistungen und der Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Energiewirtschaft wurde neben den vier Preiskategorien ein zusätzlicher, fünfter Sonderpreis vergeben.

  • In der Kategorie INNOVATIVE PRODUKTE wurde der Firma SUNFIRE GmbH der Preis der deutschen Gaswirtschaft verliehen für die Entwicklung eines reversierbaren Elektrolyseurs, der auch als Brennstoffzelle Strom erzeugt. Dieser hat bereits seinen ersten Praxistest bestanden.
  • In der Kategorie EFFIZIENTE ENERGIEKONZEPTE wurde der Firma ALUTA-Wärmetechnik GmbH aus Berlin der Preis der deutschen Gaswirtschaft zugesprochen. Dem Unternehmen gelang die Optimierung der Heiztechnik mit 30 Prozent Energieeinsparung zur Wärmeversorgung eines denkmalgeschützten Wohngebiets. Hierzu wurden Gaskessel durch Gas-Absorptionswärmepumpen zum sogenannten Brennwert-Tuning ergänzt.
  • In der Kategorie FORSCHUNG & ENTWICKLUNG wurde die TU BERLIN mit dem Exzellenzcluster UniCat für die Entwicklung des „Chemical Looping“ ausgezeichnet, das mit hohem Wirkungsgrad Methan zur Herstellung Ethen und deren Folgeprodukte einsetzt und somit hohe Energieverluste vermeidet.
  • In der Kategorie MOBILITÄT & VERKEHR wurde die Firma LUDWIG MEYER aus Friedrichsdorf für die Anschaffung von 20 Sattelzügen mit LNG-Antrieb ausgezeichnet.
    Durch ihren Einsatz für die Lebensmittellogistik im innerstädtischen Bereich werden gegenüber Dieselantrieb maßgeblich Schadstoffe, Treibhausgase und Lärmbelastungen vermieden.
  • Ein Sonderpreis wurde an die Firma MikrobEnergy verliehen, die ein Verfahren entwickelte, in einem Druckbehälter durch Mikroorganismen aus CO2 und Wasserstoff Methan darzustellen. Gegenüber katalytischen Verfahren können wesentliche Verfahrensschritte und Kosten bei der Herstellung von grünem Gas eingespart werden.

Der Jury fiel es nicht leicht, aus über 45 eingegangenen, innovativen Projekten solche auszuwählen, die das höchste Potenzial zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz haben. Dr. Ludwig Möhring, Präsident der ASUE: „Erdgas kann bereits kurzfristig einen hohen Beitrag zum Klimaschutz leisten, bezahlbar und mit innovativer Technik. In beeindruckender Weise zeigte die Verleihung des Innovationspreises, dass Erdgas durch ständig neue hocheffiziente  Anwendungstechniken seine führende Rolle immer wieder behaupten kann.“

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de