Auszug aus dem Tätigkeitsbericht 2010
Erdgas hat im Vergleich der fossilen Energieträger herausragende positive Produkteigenschaften: die geringsten spezifischen Treibhausgasemissionen bezogen auf den Energieeinsatz, eine schadstoffarme Verbrennung in Bezug auf Stickstoffoxide, Schwefeldioxyd und Feinstaub. Zudem lässt sich Erdgas hervorragend mit Solarenergie kombinieren. Das Erdgasleitungsnetz bietet eine bestehende Infrastruktur zur Nutzung von regenerativem Biogas, das auf Erdgasqualität veredelt wird. Moderne Erdgasgeräte haben sehr effiziente Techniken zur Energieversorgung und zudem entwickelte die Geräteindustrie innovative Konzepte wie z.B. die Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung.Im Energiekonzept 2010 der Bundesregierung findet Erdgas allerdings praktisch keine Erwähnung. Auch die Unterstützung von Erdgas als Kraftstoff-alternative durch die verminderte Mineralölsteuer für Erdgas bis 2018 tritt angesichts der propagierten Unterstützung der Elektromobilität mit dem Ziel von 1 Mio. Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2020 fast ins Belanglose zurück. Erdgas, so scheint es, hat in der Politik keine Lobby mehr. Die klar belegbaren Vorteile werden nicht mehr wie früher wahrgenommen.
Diese Situation hat der Arbeitskreis Erdgas und Umwelt in seinen Sitzungen eingehend diskutiert und Ansätze erörtert für eine effiziente Kommunikation mit der Politik und der Öffentlichkeit. Dabei gilt es nicht nur Erdgas positiv ins Gespräch zu bringen, es geht auch um Informationen über alternative Energien. Der Arbeitskreis hat die Broschüre Bio-Erdgas aktualisiert, die Veröffentlichung steht bevor. Eine weitere Broschüre liefert Informationen zur Tiefen Geothermie, die derzeit insbesondere in Süddeutschland als Beitrag zur meist widersprüchlichen Diskussion über eine künftige Energie-versorgung gesehen wird. Auch diese Veröffentlichung soll
im Frühjahr 2011 erfolgen.
Aktuell prüft der Arbeitskreis Erdgas und Umwelt die kommunikative Unterstützung des Projekts Solar-Fuel als Speichertechnologie von schwankend erzeugtem regenerativen Strom aus Wind- oder Solarenergie mittels Elektrolyse von Wasser und Methanisierung von CO2 mit Wasserstoff sowie der Nutzung der Erdgasversorgungsinfrastruktur. Weiterhin wird im Februar 2011 eine Besprechung „Zukunftswerkstatt Erdgas“ durchgeführt, um eine emotionale Zukunftsvision für Erdgas in Verbindung mit regenerativen Energien als die Brücken-technolgie in das 22. Jahrhundert aufzubauen. Die Ideen-sammlung bietet eine gute Grundlage für die weiteren
Arbeiten des Arbeitskreises.
Arbeitskreis:
Erdgas und Umwelt
Vorsitzenden:
Dr. Hartmut Hechler,
Bernried a.S.
Erdgas und Umwelt
Vorsitzenden:
Dr. Hartmut Hechler,
Bernried a.S.
