2019

EEG-Umlage auf eigenerzeugte Strommengen in KWK-Anlagen 2018

KWK-Anlagen mit einer Größe von bis zu 1 MWel zahlen weiterhin den reduzierten Satz von 40 % der EEG-Umlage auf eigenverbrauchte Strommengen

Seit Anfang des Jahres 2018 mussten Anlagenbetreiber von KWK-Anlagen mit Inbetriebnahme nach dem 1. August 2014 zunächst die volle EEG-Umlage auf eigenverbrauchte Strommengen zahlen (ASUE berichtete). Nun ist das Energiesammelgesetz in Kraft getreten, das auch rückwirkend zum 1.1.2018 gilt:

  • KWK-Neuanlagen (Inbetriebnahme seit August 2014) mit einer Größe bis zu 1 MWel sowie über 10 MWel zahlen auch künftig nur 40 % der EEG-Umlage auf eigenverbrauchte Strommengen, wenn sie hocheffizient im Sinne des EU-Hocheffizienzkriteriums sind und der Jahresnutzungsgrad über 70 % liegt. KWK-Neuanlagen mit Inbetriebnahme ab 2018 mit einer Größe bis zu 1 MWel sowie über 10 MWel zahlen weiterhin 40 % der EEG-Umlage, wenn sie mit gasförmigen Brennstoffen betrieben werden, also z. B. keine Heizöl-BHKWs.
  • KWK-Neuanlagen in der stromintensiven Industrie zahlen 40 % EEG-Umlage auf Eigenverbrauch.
  • Für KWK-Neuanlagen zwischen 1 und 10 MWel bleibt es bei 40 % der EEG-Umlage, sofern die Anlagen hocheffizient im Sinne des EU-Hocheffizienzkriteriums sind, der Jahresnutzungsgrad über 70 % liegt, gasförmige Brennstoffe eingesetzt werden und die Anlagen weniger als 3.500 Vollbenutzungsstunden im Jahr laufen. Bei Anlagen mit höherer Auslastung steigt die Umlage auf 160 %. Nach diesem sog. „Claw-Back-Modell“ steigt somit der gemittelte EEG-Umlage-Satz kontinuierlich an, bis er bei 7.000 Vollbenutzungsstunden das Maximum mit 100 % erreicht. Eine Anlage mit 7.000 Vollbenutzungsstunden oder mehr erhält also in Summe keine Erleichterung bei der EEG-Umlage.
  • Für KWK-Neuanlagen zwischen 1 und 10 MWel, die zwischen dem 1. August 2014 und Ende 2017 errichtet wurden, gilt die Beschränkung auf KWK-Anlagen mit gasförmigen Brennstoffen nicht. Außerdem besteht eine abgestufte Übergangsregelung.

Die Dauer dieser Übergangsregelung hängt vom Datum der Inbetriebnahme der Anlage ab:

  • Inbetriebnahme August 2014 – Dezember 2015: Regelung gilt bis 31.12.2018
  • Inbetriebnahme 2016: Regelung gilt bis 31.12.2019
  • Inbetriebnahme 2017: Regelung gilt bis 31.12.2020

Zusammenfassung

Wesentliche Änderungen ergeben sich gegenüber dem Status Quo von 2017 nur für KWK-Anlagen, die seit August 2014 errichtet wurden bzw. in Zukunft errichtet werden und über eine elektrische Leistung zwischen 1 und 10 MW verfügen oder nicht mit gasförmigen Brennstoffen betrieben werden. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer ausführlichen Broschüre.

Die Broschüre ist nur als PDF zum Download verfügbar.

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de


Seitenanzahl: 5
Stand: 11.01.2019