Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral
www.dvgw.de
Klimafreundliche gasförmige Energieträger wie Wasserstoff oder Biomethan sind notwendig für eine erfolgreiche Energiewende
Wasserstoff, Biomethan & Co machen fossiles Erdgas bis 2045 bedeutungslos
In den bestehenden Gasnetzen wird heute meist reines Erdgas mit über 90 % Methan (CH4) transportiert. Durch Beimischung und Austausch des fossilen Erdgases durch Gas aus erneuerbaren Ressourcen werden CO2-Emissionen auch in eng bebauten Städten oder in industriellen Anlagen auf klimafreundliche bis hin zu klimaneutralen Mengen beschränkt. Gasverbraucher, die für Wärmeprozesse keine Alternative zu Gas haben, können ohne Technologiewechsel erneuerbare Energie einsetzen.
Das Gasnetz bietet vielfältige Möglichkeiten zur dezentralen und bedarfsgerechten Erzeugung von Strom, Wärme, Kälte und anderen Energieformen. Die Gasleitungen und Gasspeicher existieren und ermöglichen einen kostengünstigen Transport eines regenerativen Energieträgers vom Erzeuger direkt zum Verbraucher. Allerdings unterscheidet sich Wasserstoff von Methan unter anderem durch seine Flammengeschwindigkeit und seine Brenntemperatur. Die Erdgas-Infrastruktur kann zwar für den Wasserstofftransport genutzt werden, dafür sind jedoch Anpassungen notwendig.