Fördermittel für BHKW, Brennstoffzellen, Gasturbinen, Gaswärmepumpen & Gasbrennwertheizungen

Eine Reihe von Förderprogrammen und Investitionszuschüssen können die Wirtschaftlichkeit von BHKW, Brennstoffzellen, Gaswärmepumpen, (Mikro-)Gasturbinen etc. verbessern. Hier bestehen neben den bundesweiten Programmen (Mini-KWK-Impulsprogramm, KfW-Kredite) eine Reihe regionaler Angebote in den einzelnen Bundesländern und Kommunen sowie seitens der Energieversorger. Hinweise zu aktuellen Förderprogrammen für konkrete Bauvorhaben geben spezialisierte Energieberater, Energieagenturen und Energieversorger.

Ein Antrag auf eine Förderung von Investitionen ist allgemein (wie bei der BAFA oder der KfW) unbedingt vor der Auftragserteilung zum Kauf, zur Lieferung oder zum Einbau einer neuen, energiesparenden Technik zu stellen. Die Förderung eines laufenden Projektes ist in der Regel nicht zulässig. Des Weiteren ist zu prüfen, inwiefern die Förderprogramme kumulierbar, d. h. gleichzeitig in Anspruch zu nehmen, sind. Einige Förderprogramme sind nicht mit anderen kombinierbar oder es gelten Förderhöchstgrenzen.

Neben den allgemeingültigen Aussagen zur Förderung von neuen Heizungsanlagen gibt es für jede Technologie noch besondere Förderbedingungen.

Verschiedene Förderwerkzeuge erleichtern die Finanzierung, den Betrieb und die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen

Gasbrennwertheizung

Heizen mit Erneuerbaren Energien (MAP 2020)

Das ehemalige Marktanreizprogramm „Wärme aus erneuerbaren Energien“ wurde am 01. Januar 2020 durch das neue Programm "Heizen mit Erneuerbaren Energien abgelöst. Es fördert allgemein Heizungen, die erneuerbare Energiequellen (Umweltwärme, Biomethan, Solaranlagen etc.) einbinden. Lediglich stromerzeugende Heizungen wie Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen werden über das Programm nicht gefödert, auch wenn sie mit erneuerbaren Gasen betrieben werden. Denn diese werden aufgrund der Stromerzeugung bereits über das KWKG oder EEG gefördert.

Gasbrennwertheizungen sind nach diesem Förderprogramm dann förderfähig, wenn sie zusätzlich erneuerbare Energien einbinden, z. B. in Verbindung mit einer Solarthermie-Anlage oder einer elektrischen Wärmepumpe (Gas-Hybrid-Heizung). Eine Besonderheit besteht für den Fall, dass eine Gasbrennwertheizung zunächst ohne erneuerbare Energien installiert wird. Hier muss dann die spätere Einbindung der erneuerbaren Energien vorbereitet sein ("Renewable ready") und spätestens zwei Jahre nach der Inbetriebnahme der Heizung erfolgen.

Zu beachten ist, dass Fördermittel für die neue Heizung nur gewährt werden, wenn die alte Heizung, die durch die neue ersetzt werden soll, nicht der gesetzlichen Austauschpflicht gemäß Gebäudeenergiegesetz (früher EnEV) unterliegt.

Diese Tabelle enthält eine Übersicht der technologieabhängigen Fördersätze:

BAFA-Prgramm Heizen mit Erneuerbaren Energien: Fördersätze
BAFA-Prgramm Heizen mit Erneuerbaren Energien: Fördersätze (Hinweis: Der Fördersatz von 35 % für Wärmepumpen gilt auch für Gaswärmepumpen.)

Des Weiteren muss bei Gas-Hybrid-Heizungen die thermische Leistung des erneuerbaren Wärmeerzeugers mindestens 25 % der Heizlast des Gebäudes betragen. Ebenso gilt, dass sie mit einer hybridfähigen Steuerungs- und Regelungstechnik sowie einem Speicher (in Wohngebäuden) ausgestattet sein müssen.

Die umgestellte BAFA-Förderung ist gemäß der zugehörigen Richtlinie auf den 31.12.2021 begrenzt, soll aber innerhalb der neu zu schaffenden Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aufgehen und somit auch langfristig fortbestehen. Der bislang bestehende Zusatzbonus im Rahmen des APEE wird künftig nicht mehr für eine BAFA-Förderung gewährt.

Weitere Infos: www.bafa.de/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien

 

Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen

Einspeisevergütung und Bonuszahlungen nach dem KWK-Gesetz

Zentrales Förderinstrument für Motor-BHKW, (Mikro-)Gasturbinen und Brennstoffzellen ist das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Der Netzbetreiber ist nach diesem verpflichtet, dem KWK-Betreiber für die erzeugten Strommengen eine Vergütung zu zahlen. Die Vergütung für den in das Netz eingespeisten KWK-Strom umfasst eine Stromvergütung sowie den gesetzlichen KWK-Zuschlag für die erzeugte Strommenge.

Seit 2017 wird bei den KWK-Zuschlägen unterschieden, ob der erzeugte Strom in ein Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist oder vom Betreiber selbst bzw. innerhalb einer Kundenanlage verbraucht wird. Mit der am 14. August 2020 in Kraft getretenen Änderung des KWK-Gesetzes wurden die Förderbedingungen geändert. KWK-Anlagen bis 50 kWel erhalten einen Zuschlag für KWK-Strom, der in ein Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird, 16 ct/kWh. 

Der Zuschlag für KWK-Strom, der selbst verbraucht oder innerhalb einer Kundenanlage geliefert wird (z. B. an Mieter), beträgt 8 ct/kWh. Dieser Zuschlag wird für neue, modernisierte oder nachgerüstete KWK-Anlagen bis zu 50 kWel für 30.000 Vollbenutzungsstunden (statt früher 60.000 Vollbenutzungsstunden) ab Aufnahme des Dauerbetriebs der Anlage gezahlt. Für Anlagen über 50 kWel gelten andere Zuschlagssätze.

Die Vergütung des eingespeisten Stromes (zusätzlich zur Bonuszahlung) aus BHKW und Brennstoffzellen erfolgt nach § 4 KWKG 2020 zu dem im sog. KWK-Index festgelegten, üblichen Strompreis. Dieser wird aus dem durchschnittlichen Preis für Grundlaststrom an der Strombörse EEX (EEX-Baseload) in Leipzig im jeweils vergangenen Quartal abgeleitet und schwankt zurzeit zwischen 2 und 5 ct/kWh. Mittel- bis langfristig könnte der Börsenstrompreis und damit die Vergütung für BHKWs natürlich steigen.

Grafik

KWK-Zuschlagszahlung bei Mieterstromprojekten
Die Übersicht stammt aus der Broschüre "Mieterstrom mit KWK".

ASUE-Tabelle KWK-Zuschlagszahlungen bei Mieterstromprojekten

Investitionszuschuss für Mini-Blockheizkraftwerke: „Mini-KWK-Impulsprogramm“

Neben dem KWKG werden kleine BHKW mit einer Leistung bis 20 kWel, die in Bestandsgebäuden installiert werden, auch über die Richtlinie zur Förderung von Mini-KWK-Anlagen gefördert. Danach können Anlagenbetreiber (Privatpersonen, aber auch gewerbliche Unternehmen) einen einmaligen Investitionszuschuss zu ihrer Anlage erhalten, dessen Höhe von der Leistung der Anlage abhängt und einen zusätzlichen Bonus für besonders effiziente Anlagen bietet. Zuständig für den Bewilligungsbescheid ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Das Mini-KWK-Impulsprogramm erfordert eine Antragsstellung vor Beginn der Maßnahme (Kauf bzw. verbindliche Bestellung der KWK-Anlage). Die Förderung nach der Mini-KWK-Richtlinie sowie dem KWKG müssen getrennt voneinander beantragt werden. Die weiteren Förderbedingungen und eine Liste der förderfähigen Mini-KWK-Anlagen gibt es auf der Website des BAFA.

Das Mini-KWK-Impulsprogramm ist bis zum Ende des Jahres 2020 befristet. Es können noch Anträge bis zum 31.12.2020 gestellt werden!

Das BAFA-Programm zur Förderung von Kälteanlagen und Klimaanlagen
Tabelle: Förderbeiträge im Mini-KWK-Impulsprogramm in Abhängigket der elektrischen Leistung

Weiter zum Mini-KWK Impulsprogramm des BAFA

Steuerliche Vergünstigung bei Heizungssanierung

Seit Anfang 2020 kann nach dem neuen § 35c des Einkommenssteuergesetzes die steuerliche Ermäßigung für Aufwendungen für energetische Gebäudesanierung in Anspruch genommen werden. Danach können bis zu 20 % der anerkannten und nachgewiesenen Kosten einer Maßnahme bzw. bis zu einem Betrag von max. 40.000 EUR, der über drei Jahre von der Steuerschuld abgezogen wird, geltend gemacht werden. Dieses gilt allerdings nur für das selbst genutzte Wohneigentum.

Die Förderung gilt für Gebäude, die mindestens 10 Jahre alt sind. Es besteht die Wahl aus acht verschiedenen Maßnahmen, z. B. Erneuerung der Heizungsanlage oder Optimierung der bestehenden Heizungsanlage. Die Durchführung muss durch Fachunternehmen erfolgen. Kosten für Energieberatung, Fachplanung und Baubegleitung können zu 50 % angerechnet werden.

Die steuerliche Förderung nach § 35c Einkommensteuergesetz kann nicht mit weiteren Fördermaßnahmen zur Heizungserneuerung kombiniert werden.

 

Investitionszuschuss für Brennstoffzellen: KfW-Programm 433

Neben dem KWK-Gesetz gibt es für Brennstoffzellen zusätzlich die Möglichkeit, einen Investitionszuschuss der KfW in Anspruch zu nehmen. Mit dem Förderprogramm 433 – Energieeffizient Bauen und Sanieren, Zuschuss Brennstoffzelle – werden Brennstoffzellen bis 5 kW elektrischer Leistung mit 7.050 bis maximal 28.200 Euro bezuschusst. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der elektrischen Leistung der Anlage. Für ein marktübliches Gerät mit einer elektrischen Leistung von 0,75 kW beträgt der Zuschuss 9.300 Euro.

Die Förderung gilt für den Einbau einer Brennstoffzelle sowohl in Neubauten als auch in bestehende Gebäude. Dabei ist es unerheblich, ob die Gebäude zum Wohnen oder für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Neben Privatpersonen können auch gewerbliche Unternehmen, Kommunen, kommunale Unternehmen und Wohnungseigentümergemeinschaften die Förderung in Anspruch nehmen.

Das Programm kann mit den Zuschlagszahlungen des KWK-Gesetzes kumuliert werden.

Weitere Informationen: www.kfw.de/zuschuss-brennstoffzelle

Weiter zum Brennstoffzellenzuschuss der KfW
Tabelle: Zuschüsse aus dem KfW-Programm 433 beim Einbau von Brennstoffzellen

Weiter zum Brennstoffzellenzuschuss der KfW

EEG-Umlage

Mit der der EEG-Novelle 2014 wurde eine anteilige Beteiligung an der allgemeinen EEG-Umlage auch für Eigenerzeuger eingeführt. Nur für sehr kleine Anlagen gilt eine Bagatellgrenze (s. u.). Für neue Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien und effizienter Kraft-Wärme-Kopplung gilt seit dem 01.01.2017 ein reduzierter Betrag von 40 % der EEG-Umlage.

Anlagen, die bereits vor dem 1.8.2014 zur Eigenstromerzeugung in Betrieb genommen wurden, genießen Bestandsschutz und bleiben von der EEG-Umlage ausgenommen, solange keine größeren Änderungen vorgenommen werden oder ein Eigentümerwechsel stattfindet. Achtung: Werden Dritte, beispielsweise weitere Bewohner und Mieter des Gebäudes, mit Strom beliefert, ist für diesen Anteil die vollständige (100 %) EEG-Umlage fällig.

Wenn als Eigenverbraucher die auf 40 % reduzierte EEG-Umlage (§ 61c EEG 2017) in Anspruch genommen wird, sollte beachtet werden, dass dies eine Personenidentität von Letztverbraucher und Erzeuger voraussetzt. Eigentümergemeinschaften erfüllen dieses Kriterium i. d. R. nicht. Der Verbraucher des Stroms muss gleichzeitig Betreiber der

Erzeugungsanlage sein. Weitere Bedingungen sind eine Hocheffizienz der KWK-Anlage, ein unmittelbarer räumlicher Zusammenhang von Verbrauch und Stromerzeugungsanlage (d. h. Strom wird nicht durch das öffentliche Netz geleitet) sowie eine (messtechnische) Zeitgleichheit von Erzeugung und Verbrauch.

Bagatellgrenze
Nach der sog. „Kleinanlagenregelung“ ist Strom aus Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von maximal 10 kW bis zu einem Eigenverbrauch von 10.000 kWh/a von der EEG-Umlage befreit (§ 61a EEG 2017). In der Praxis können von dieser Ausnahmeregelung KWK-Anlagen bis 5 kWel oder Mini-BHKW mit geringen Laufzeiten oder geringem Eigenverbrauchsanteil (z. B. Allgemeinstrom bei Wohnungseigentümergemeinschaften) profitieren. Größere Mini-BHKW mit normaler Auslegung (Betriebszeiten) überschreiten regelmäßig die Bagatellgrenze. Beispielsweise erzeugt ein Mini-BHKW mit 8 kWel, einem Eigenverbrauchsanteil von 50 % und einer Laufzeit von 4.000 h/a jährlich 32 MWh, von denen 16 MWh selbst verbraucht werden. Die Bagatellgrenze von 10 MWh/a gilt zugleich als Freibetrag, um den sich die jährlich geschuldete EEG-Umlage reduziert.

Broschüre

Leitfaden zur Anmeldung und steuerlichen Behandlung von kleinen Blockheizkraftwerken
Die ausführliche Hilfestellung für Anmeldung und steuerliche Behandlung von kleinen BHKW und Brennstoffzellen.

Leitfaden zur Anmeldung und steuerlichen Behandlung von kleinen Blockheizkraftwerken

Energiesteuerrückerstattung bei KWK-Anlagen

Der in KWK-Anlagen eingesetzte Brennstoff ist beim Einkauf vom Versorger mit Energiesteuer belastet (aktuell: 0,55 ct/kWh für Erdgas). Der Anlagenbetreiber hat die Möglichkeit, diese Steuer ganz oder teilweise beim Hauptzollamt entlastet zu bekommen. Hierfür ist eine jährliche Antragstellung erforderlich, die bis spätestens zum 31. Dezember des Folgejahres beim zuständigen

Hauptzollamt mit einem amtlich vorgeschriebenen Formular erfolgen muss.

Details zur Erstattung der Energiesteuer und den auszufüllenden Formularen finden sich auf unserer Website in der Rubrik "Gesetze und Verordnungen" im Kapitel "Energiesteuergesetz".

Die EEG-Umlage hat großen Einfluss auf die KWK-Wirtschaftlichkeit

Stromsteuerbefreiung

Die Stromsteuer ist eine bundes-gesetzlich geregelte Verbrauchs-steuer. Stromverbrauch („die Entnahme von Strom aus dem Versorgungsnetz“) unterliegt dabei regelmäßig der Stromsteuer. Für einen Stromverbrauch im direkten Umfeld zur Erzeugung in kleinen Anlagen bis 2 MWel gelten Ausnahmeregelungen. Somit wird für den Strom, der in einem kleinen BHKW erzeugt wird und direkt vom Betreiber oder aber auch im

Rahmen von Mieterstrommodellen verwendet wird, keine Stromsteuer fällig. Der Umkreis, in dem die Entnahme von Strom steuerfrei erfolgen kann, liegt nach Vorgabe der Finanzverwaltung bei 4,5 km
(§ 12b Abs. 5 StromStV).

Details zur Befreiung von der Stromsteuer und zu damit einhergehenden Melde-pflichten finden sich in unserer Rubrik "Gesetze und Verordnungen" im Kapitel "Stromsteuergesetz".

 

Die verschiedenen Gesetze und Verordnungen müssen beim KWK-Betrieb beachtet werden.

Einspeisevergütung für Biomethan-BHKW

Biogasbetriebene KWK-Anlagen finden sich in der Regel in der Landwirtschaft in unmittelbarer Nähe der Biogaserzeugung.
BHKW können aber auch alternativ zu Erdgas mit Biomethan über das Erdgasnetz versorgt werden. Biomethan ist nach dem EEG Biogas oder sonstige gasförmige Biomasse, das oder die aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist wurde. Ein Biomethan-BHKW bezeichnet also ein BHKW, das über das Erdgasnetz mit Erdgas als Brennstoff versorgt wird, jedoch bilanziell mit Biomethan beliefert wird.

BHKW können nach dem EEG gefördert werden, wenn diese zu 100 % mit erneuerbaren Energieträgern (Biogas, Biomethan) betrieben werden. Das EEG sieht dazu eine feste Einspeisevergütung für in KWK erzeugten Strom vor. Während die Förderung für größere Biomasse-Anlagen seit 2017 ausgeschrieben wird, bleiben kleine Anlagen unter 150 kW (Bemessungsleistung) von der Ausschreibung ausgenommen. Sie erhalten über 20 Jahre für die eingespeiste Energiemenge eine gesetzlich festgelegte Vergütung.

Die Zuordnung zu den Leistungsstufen erfolgt nicht nach der (technischen) installierten Leistung, sondern nach der „Bemessungsleistung“. Der Begriff der Bemessungsleistung einer Anlage ist im EEG als Quotient der in dem jeweiligen Kalenderjahr erzeugten Kilowattstunden und der vollen Zeitstunden des jeweiligen Kalenderjahrs definiert.

Bis einschließlich einer Bemessungs-leistung von 150 kW beträgt die Einspeisevergütung für Biomethan-BHKW bis zum Jahr 2022 12,8 ct/kWh (§ 42 EEG). Voraussetzung ist, dass das Biomethan aus Biomasse im Sinn der Biomasseverordnung hergestellt wurde. Bei Einsatz von Biomethan aus bestimmten Bioabfällen gelten erhöhte Vergütungssätze.

Ab dem Jahr 2022 unterliegt die Einspeisevergütung von 12,8 ct/kWh einer Degression von einmal jährlich um 0,5 Prozent. Dies bedeutet, dass die Vergütungssätze für die dann neu in Betrieb genommenen Anlagen künftig sinken. Sie bleiben dann aber für den gesamten Förderzeitraum über 20 Jahre konstant.

Broschüre

Leitfaden zur Anmeldung und steuerlichen Behandlung von kleinen Blockheizkraftwerken
Die ausführliche Hilfestellung für Anmeldung und steuerliche Behandlung von kleinen BHKW und Brennstoffzellen.

Leitfaden zur Anmeldung und steuerlichen Behandlung von kleinen Blockheizkraftwerken

Effizienzhausstandards der KfW

Der Einsatz einer KWK-Anlage kann Teil einer energetischen Sanierung eines Gebäudes oder auch Bestandteil eines besonders energieeffizienten Neubaus sein. Die KfW hält zahlreiche Zuschuss- und Kreditprogramme bereit, mit denen Anreize für eine energetische Sanierung oder eines energieeffizienten Neubaus geschaffen werden. Dies wird über die KfW-Effizienzhäuser realisiert. Bei den primärenergetischen Berechnungen für die KfW-Effizienzhäuser wird die Stromerzeugung der KWK-Anlagen berücksichtigt und mit einer Gutschrift verrechnet.
 

Auf diese Weise lassen sich mit BHKWs und Brennstoffzellen die höchsten Förderstandards der KfW erreichen – im Neubau KfW-Effizienzhaus 40 Plus und bei der Sanierung KfW-Effizienzhaus 55. So kann sich die Investition in die KWK-Anlage alleine dadurch bezahlt machen, dass aufgrund der Energieeffizienz der Anlage der nächsthöhere KfW-Effizienzhausstandard erreicht wird. Die vergünstigten Konditionen hieraus können den Mehrbetrag an Investitionskosten der KWK-Anlage übertreffen.

Welchen KfW-Standard erreichen Sie? Je niedriger der Wert, desto größer der Nutzen für Umwelt und Klima!

Das KfW-Effizienzhaus im Neubau:
Weiter zur Klassifizierung von KfW 55 bis KfW 40 PLUS

Das KfW-Effizienzhaus in der Sanierung:
Weiter zur Klassifizierung von KfW 115 bis KfW 55

Förderung von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungs-Anlagen (KWKK)

BAFA-Programm „Kälte- und Klimaanlagen“

Das BAFA unterstützt mit seinem Förderprogramm den Gebäudesektor auf seinem Weg in eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende. Zusätzlich zu den KWK-Zuschlägen für die in den KWK-Anlagen erzeugten Strommengen werden Sorptionsanlagen von 5 bis 500 kWth,Kälte gefördert, wobei es für NH3-Absorber eine gegenüber LiBr-Anlagen geringere Obergrenze von 200 kWth,Kälte gibt. Das BAFA fördert Neuerrichtungen und Vollsanierungen mit bis zu 150.000 € pro Maßnahme, wobei maximal 50 % der förderfähigen Kosten angerechnet werden können. Im Mittel können ca. 25 % der Kosten für Ab- oder Adsorptionskälteanlagen vom BAFA erstattet werden. Zusätzlich gibt es

Boni bei der effizienzsteigernden Nutzung von Kälte- oder Wärmespeichern als Systempuffer.

Mit der Förderung ergibt sich eine Verpflichtung für den Betreiber, bestimmte Betriebsdaten (Kälteproduktion, Stromverbrauch, Stillstände etc.) mindestens jährlich an das BAFA zu übermitteln. Hierdurch wird eine begrüßenswerte, neutrale Analyse der Anlage im Hinblick auf die tatsächliche Effizienz ermöglicht.

Weitere Information: das BAFA-Programm "Kälte- und Klimaanlagen"

KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme

Die KfW unterstützt nach Vorgaben des BMWi Unternehmen, die die Vermeidung überflüssiger Abwärme oder deren weitere Nutzung zur effizienten Energienutzung planen. So ist die Abwärmenutzung mit Sorptionsanlagen als Teil von neuen, erweiterten oder modernisierten KWKK-Anlagen genauso förderfähig, wie ein für die Planung durch einen externen Sachverständigen angefertigtes Wärmekonzept. Nicht förderfähig sind dagegen Anlagenprototypen, die in einer Stückzahl kleiner als fünf installiert wurden und Anlagen, die bereits nach EEG oder KWKG gefördert werden (sollen).

Auch hier erbittet die KfW die Mitarbeit der Betreiber zur betrieblichen Analyse der geförderten Maßnahmen. Dafür gewährt sie zinsgünstige Kredite für bis zu 100 % des Investitionsvolumens bis maximal 25 Mio. € und zahlt Tilgungszuschüsse, die sich unter optimalen Bedingungen auf bis zu 50 % der Investition summieren.

Weitere Information zum KfW-Kredit 294 unter www.kfw.de/Energieeffizienzprogramm-Abwärme.

Förderung von Gasmotorwärmepumpen und Gaskälteanlagen

Heizen mit Erneuerbaren Energien (MAP 2020)

Das ehemalige Marktanreizprogramm „Wärme aus erneuerbaren Energien“ wurde am 01. Januar 2020 durch das neue Programm "Heizen mit Erneuerbaren Enerergien abgelöst. Es fördert ausnahmslos alle Heizungen, die erneuerbare Energiequellen (Umweltwärme, Biomethan, Solaranlagen etc.) einbinden und damit auch gasgetriebene Wärmepumpen.

Während die Förderung vor 2020 größenabhängig und technologie- bzw. ausstattungsspezifisch erfolgte, sieht das BAFA künftig eine prozentuale Förderung vor, deren Höhe sich nach den tatsächlichen förderfähigen Kosten (einschließlich notwendiger „Umfeldmaßnahmen“ zur Installation der neuen Anlage, wie bspw. dem Austausch von Heizkörpern) sowie dem Gebäudetyp (Bestand/Neubau) richtet.

Als Bestandsgebäude gelten dabei Gebäude, in denen bei Antragsstellung seit mindestens 2 Jahren ein Heizsystem in Betrieb war. Die elektronische Antragstellung muss vor Maßnahmenbeginn erfolgen und die Maßnahme innerhalb von 12 Monaten umgesetzt werden. Zusätzlich zu rein erneuerbaren Heiztechnologien sind in Bestandsgebäuden unter bestimmten Bedingungen auch Gaslösungen förderfähig.

Zur Inanspruchnahme einer Förderung dürfen bestehende Heizanlagen nicht der gesetzlichen Austauschpflicht nach Energieeinsparverordnung unterliegen. Diese Tabelle enthält eine Übersicht der technologieabhängigen Fördersätze:

BAFA-Prgramm Heizen mit Erneuerbaren Energien: Fördersätze
BAFA-Prgramm Heizen mit Erneuerbaren Energien: Fördersätze (Hinweis: Der Fördersatz von 35 % gilt auch für Gaswärmepumpen.)

Die umgestellte BAFA-Förderung ist gemäß der zugehörigen Richtlinie auf den 31.12.2021 begrenzt, soll aber innerhalb der neu zu schaffenden Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aufgehen und somit auch langfristig fortbestehen. Der bislang bestehende Zusatzbonus im Rahmen des APEE wird künftig nicht mehr für eine BAFA-Förderung gewährt.

Weitere Infos: www.bafa.de/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien

Leitfaden

Praxisleitfaden für Energieberater
Die Eingabe von Gaswärmepumpen in gängige Eneregieberater-Software ist nicht einfach. Diese Anleitung für die drei gängigsten Programme wird von YANMAR zur Verfügung gestellt:

Praxisleitfaden für Energieberater

Energiesteuerrückerstattung bei Gaswärmepumpen

Gaswärmepumpen und Gaskälteanlagen, die sowohl zum Beheizen als auch zur Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden können, zählen zu den Anlagen der gekoppelten Erzeugung von Kraft und Wärme nach dem Energiesteuergesetz. Für diese Anlagen wird gemäß § 53 EnergieStG eine nachträgliche Steuergutschrift für die Brennstoffe gewährt, die nachweislich zur gekoppelten Erzeugung von Kraft und Wärme in ortsfesten Anlagen mit einem Monats- oder Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent verwendet worden sind.

Der in den Anlagen eingesetzte Brennstoff ist beim Einkauf vom Versorger mit Energiesteuer belastet (aktuell: 0,55 ct/kWh für Erdgas). Der Anlagenbetreiber hat die Möglichkeit, diese Steuer ganz oder teilweise beim Hauptzollamt entlastet zu bekommen. Hierfür ist eine jährliche Antragstellung erforderlich, die bis spätestens zum 31. Dezember des Folgejahres beim zuständigen Hauptzollamt mit einem amtlich vorgeschriebenen Formular erfolgen muss.

Details zur Erstattung der Energiesteuer finden sich in unserem „Leitfaden zur Anmeldung und steuerlichen Behandlung von kleinen Blockheizkraftwerken“.

ASUE-Kurzinformation

Steuerentlastung für Gasmotorwärmepumpe
Werden Gasmotorwärmepumpen ausschließlich für die Wärmeversorgung in Gebäuden eingesetzt, ...

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