Gebäudeenergiegesetz (ehemals EnEV und EEWärmeG)

Im August 2020 hat die Bundesre-gierung das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen (Langtitel: Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinspar-rechts für Gebäude). Das Gesetz führt die bisherigen Regelungen der Energie-einsparverordnung (EnEV), des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) und des Energieein-sparungsgesetzes (EnEG) zusammen. Ab dem 1. November 2020 müssen Bauvorhaben nun die Vorschriften des neuen Gesetzes einhalten.

Die Anforderungen des GEG richten sich in erster Linie an Neubauten. Das mit Abstand größte Potenzial zur Energieeinsparung bietet jedoch der Gebäudebestand. Deshalb gibt das GEG auch hier einige Regeln vor.

Die ASUE bietet Informationen zum GEG in Form von Broschüren, Grafiken und Vorträgen an.

EnEV und GEG: Energieeffizient bauen und umweltfreundlich Leben
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GEG 2020: Einsparungen durch den Einsatz von Biomethan
Mit dem GEG wird der breite Einsatz von Biomethan möglich. Die Ausarbeitung zeigt die Einsparungen an Primärenergie, die dadurch kostengünstig möglich werden.

Einsparungen der Primärenergie bei unterschiedlichen Heizungen mit Biomethan


 

Der gesetzliche Rahmen der Energieeinsparung in Gebäuden und die besondere Rolle der Primärenergiefaktoren

Wenn es im Rahmen von Sanierungen und Neubauten zur energetischen Berechnung eines Gebäudes kommt, muss die Bauausführung den aktuellen, gesetzlichen Richtlinien zur Einsparung von Heizenergie entsprechen. Denn die Reduzierung des spezifischen Wärmebedarfes führt direkt zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen.

Weil moderne, effiziente Technologien zum Heizen oder Dämmen häufig teurer als herkömmliche Produkte sind, legt der Gesetzgeber im Gebäudeenergiegesetz (GEG) fest, welcher Primärenergiebedarf im Neubau einzuhalten ist. Wird ein Gebäude noch effizienter gebaut oder saniert und damit diese gesetzlichen Mindestanforderungen noch unterschritten, können umfangreiche Fördermittel der KfW in Anspruch genommen werden. Im Sanierungsfall eines Gebäudes bezuschusst die KfW Einzelmaßnahmen ebenso wie das Erreichen eines niedrigen Primärenergiebedarfs im Rahmen einer Komplettmaßnahme (sog. KfW-Effizienzhäuser).

Der zur Beurteilung des spezifischen Wärmebedarfs eines Gebäudes genutzte Wert ist der Primärenergiebedarf. Mit ihm werden die in einem Gebäude genutzten Energien (Wärme, Kälte, Lüftung) berechnet und die zur Bereitstellung der Energien eingesetzten Technologien bewertet.

Neben der technologischen Effizienz ist auch die Wahl des Energieträgers einschließlich seiner Vorkettenemissionen für die Bewertung entscheidend. Dabei gilt: Je kleiner der Primärenergiefaktor (PEF) eines Rohstoffs ist, desto größer ist sein erneuerbarer Anteil und desto geringer sind die bei seiner Nutzung anfallenden CO2-Emissionen.

Die Kenntnis des Primärenergiebedarfs und seiner Herleitung sind für die erfolgreiche Reduzierung des Heizenergiebedarfs entscheidend. Weil die gesetzlichen Regelungen einerseits für Nicht-Juristen und branchenfremde Personen schwer zu greifen sind und andererseits die maßgebliche DIN-Vornorm DIN V 18599 nicht frei zugänglich ist, hat die ASUE gemeinsam mit Zukunft ERDGAS e. V. den nebenan verlinkten erläuternden Aufsatz verfasst. Darin werden die verschiedenen Teile der DIN V 18599 aufgeschlüsselt, in den gesetzlichen Kontext gesetzt und erklärt. Des Weiteren wird die Herleitung der Primärenergiefaktoren verdeutlicht. Die Autoren haben mit dem Aufsatz das Ziel, die komplizierten Regelungen einer breiteren Anwendergruppe verständlich und kostenlos nutzbar zu machen.

Erläuterung

Die DIN V 18599 in EnEV bzw. GEG
Der gesetzliche Rahmen der Gebäude-energieeinsparung und die besondere Rolle der Primärenergiefaktoren (PEF) werden in einem verständlichen Aufsatz erklärt. Die Regularien basieren...

EnEV und GEG und die Primäenergiefaktoren: Erläuterung und Erklärung anhand DIN V 18599

Grafik

Die Entwicklung des spezifischen Wärmebedarfs von Gebäuden seit 1900 bis zu dem Zielwerten nach 2050


Grafik aus der PEF- und EnEV-/GEG-Erläuterung, Seite 1