24.11.2017

HEIZENERGIE UND KOSTEN SPAREN!

Zu Beginn der kalten Jahreszeit sollten Hausbesitzer nochmal ihr Interesse auf ihre Heizanlage richten. Bei den ersten tiefen Temperaturen wird die Heizung mehr als in der Übergangszeit gefordert. Hierbei ergeben sich folgende Handlungsempfehlungen:

Ist die Heizung richtig entlüftet?

Kontrollieren Sie den obersten Heizkörper der Heizungsanlage bzw. eines jeden Heizungsstrangs. Mit einem kleinen Spezialschlüssel – erhältlich in jedem Haushaltswarengeschäft oder Baumarkt – können Sie die angesammelte Luft ablassen. Um den Schlüssel nicht jedes Jahr neu suchen zu müssen, lässt er sich praktisch mit einem Schlüsselband am Heizkörper befestigen. So wird man stets an das Entlüften erinnert.

Verfügt die Heizung noch über einen ausreichenden Wasserdruck?

An der Heiztherme befindet sich in der Regel ein kleines Manometer, welches den Wasserdruck im System anzeigt. Dabei wird ein grüner Bereich angezeigt – in der Regel zwischen 2 und 4 bar – den man durch auffüllen der Heizungsanlage wieder einstellen sollte. An der Heizungswärme oder den darunter liegenden Armaturen befindet sich ein entsprechender Wasseranschluss. Es empfiehlt sich dabei alle Vorsicht walten zu lassen; ein zu hoher Überdruck könnte zu einem Schaden führen.

Kann sich Schimmel in unbeheizten Räumen bilden?

Beheizte Räume sollten regelmäßig gelüftet werden, weil die Kältebrücken in den Wänden zu Schimmelbildung führen können. Es ist zu empfehlen, in diesen Räumen einen Feuchtigkeitsmesser aufzustellen, der für wenig Geld in Baumärkten oder im Versandhandel erhältlich ist. So können die Grenzwerte leichter überwacht werden. In einem unbeheizten Raum von 15 °C kann bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % sich auskondensierendes Wasser auf Mauerteilen von 8 °C bilden. Stoßlüften ist weitaus besser und energiesparender als dauerhaft gekippte Fenster, die die Luftzirkulation ungünstig beeinflussen.

Wie oft müssen beheizte Räume gelüftet werden?

Wie zuvor beschrieben, hängt die Gefahr der Schimmelbildung im Wesentlichen von Raumtemperatur, Wandtemperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Daher ergibt sich für ein gut gedämmtes Haus ein anderes Lüftungsverhalten als für ein Haus mit schlechter oder ohne Dämmung. Faustregel: Jeder Mensch produziert einschließlich kochen und duschen ca. zehn Liter Wasser in Form von Dampf, der nur durch gezieltes Lüften an die Außenluft abzugeben ist. Dem ist in der Regel Genüge getan, wenn vor dem Verlassen der Wohnung für ca. zehn Minuten die Fenster in allen Räumen geöffnet werden und das gleiche abends beim Eintreffen in der Wohnung wiederholt wird.

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
Telefon: 0 30 / 22 19 13 49-0
E-Mail: kukuk@asue.de