Arbeitskreis: Innovative Energieanwendungen

Auszug aus dem Tätigkeitsbericht 2016

Energieeffizienz erfordert professionelle Umsetzung

Durch die Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinien wurden Dienstleistungen zur Effizienzsteigerung in den Mittelpunkt der Entscheidungen für Energieversorger gerückt. Von entscheidender Bedeutung wird zukünftig die konsequente Umsetzung der Energieeinsparverordnung (EnEV) für 2017 und folgend sein. Der Arbeitskreis hat die praktische Umsetzung der Verordnung im Rahmen von Informationsbroschüren und Flyern für die Energiebranche und deren Marktpartner aufbereitet und in Form von Veröffentlichungen verbreitet. Wir glauben, dass innovative Contractingangebote die Umsetzung der EnEV und der Energiewende positiv beeinflussen können. Die Brisanz der politischen Rahmenbedingungen bietet eine besondere Plattform für neue Geschäftsfelder mit Energiedienstleistungen. Der Rückblick auf ein aufregendes Jahr 2016 gibt der Energiebranche die Hoffnung, dass auch 2017 interessant und spannend sein wird. Anfang 2016 wurde das neue KWK-Gesetz von den politischen Gremien entschieden, war aber nicht anwendbar. Seit November 2016 wurde die Diskussion wieder aufgenommen. Die lange „Hängepartie“ machte es dem Arbeitskreis schwierig, Handlungsempfehlungen zu KWK- Anwendungen und Fördermodellen zu geben. Mit der nun vorliegenden Zustimmung aus Berlin wird der Arbeitskreis auch 2017 innovative Energiekonzepte mit KWK-Technik entwickeln und für die praktische Anwendung empfehlen.

Rückblickend konnte der Arbeitskreis Lösungen und Empfehlungen zu folgenden Themen liefern:

  • Die Beheizung privater Wohnhäuser ist mit Erdgastechnik und Wohnraumlüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung heute und in Zukunft zu empfehlen.
  • Zur effektiven Umsetzung der Wärmewende favorisieren wir den Einsatz flexibler, zukunfts- sicherer und dezentraler Technologien. Besonders geeignet erscheinen aus unserer Sicht dezentrale Nahwärmelösungen, wobei die Integration von Strom, Erdgas und innovativen Heizsystemen zu einem intelligenten Gesamtsystem anzustreben ist.

Mit Blick auf die Ziele der Energiewende liegen die Vorteile dieser Entscheidung ohnehin auf der Hand. Das dezentrale Wärmeversorgungskonzept ermöglicht die Integration von Erneuerbaren Energien. Damit besteht die Chance, durch zu- sätzlichen Einsatz regenerativer Primärenergien wie aus Wind- oder Solaranlagen erzeugter Überschussstrom (Power-to-Heat), von Bio- oder synthetischen Gasen (Power-to-Gas) die Nahwärmequartiere den Energiewendezielen entsprechend in den nächsten 10 bis 30 Jahren sukzessive „grüner“ werden zu lassen und den Primärenergiefaktor weiter zu reduzieren.

Ausblick 2017 – Zielsetzungen des Arbeitskreises:

  • Solarthermie vs. PV mit Wärmespeicherung Prof. Oschatz erstellt aktuell ein Gutachten zu diesen Anwendungsvarianten im Vergleich zur Elektro-Wärmepumpe. Der Arbeitskreis wird nachfolgend Handlungsempfehlung zu diesen Anwendungstechniken empfehlen.
  • Es wurde eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Herrn Hauke beauftragt, Einsatzvarianten der Lüftungstechnik in Contractingmodellen zu integrieren.
  • Die Rahmenbedingungen für KWK-Anlagen mit Nahwärmenetzen sind im Hinblick auf das neue KWKG zu EE-Mindestanteilen und Förderbedingungen der Nahwärmenetze neu zu definieren.
  • Der Einsatz von Gaswärmepumpen zur Beheizung und Kühlung von Quartierlösungen wird untersucht. Eine Gegenüberstellung zur Solewasser-Wärmepumpe im Rahmen einer Vollkostenbetrachtung ist unser Ziel. Mehrwerte sind die Grundlage einer erfolgreichen Produktvermarktung.

Wir stehen bereit, die Trendwende in der Energiewirtschaft aktiv im Sinne der ASUE-Tradition umzusetzen.

Ansprechpartner:
Ulrich Wenge
Dortmund