05.02.2007

Kohlendioxid-Emissionen kennen keine Grenzen

Erfüllen Sie „Ihr“ persönliches Kyoto-Protokoll!
Kohlendioxid (CO2) ist das Gas mit dem höchsten Treibhauspotenzial. Die durch die Energieumwandlung verursachten CO2-Emissionen haben Auswirkungen auf das Klima, etwa durch steigende Meeresspiegel infolge des Abschmelzens der polaren Eiskappen oder durch heftigere Stürme. Allerdings ist der CO2-Ausstoß in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich: Während auf einen Einwohner Deutschlands im Jahr 2006 rund 10,5 Tonnen CO2 kamen, war es in Indien eine Tonne je Einwohner – allerdings mit stark steigender Tendenz. Deswegen sind Anstrengungen wichtig, die verhindern, dass Länder wie Indien und China bei diesem Umweltproblem den „alten“ Industrieländern nachziehen. Denn CO2-Emissionen betreffen alle Länder und kennen keine Grenzen.

Jeder kann zur Reduzierung der Emissionen beitragen – durch Senkung des eigenen Energiebedarfs und durch die Wahl von Energieträgern mit geringen CO2-Emissionen. Deutschland hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, seine CO2-Emissionen um 21 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Auf jeden Einwohner Deutschlands übertragen entspricht das 2,5 Tonnen, da der Pro-Kopf-Ausstoß 1990 bei rund 12 Tonnen lag. Daher erfüllt jeder „sein“ persönliches Kyoto-Protokoll, der seit 1990 jährlich 2,5 Tonnen CO2 und mehr einspart.

Beim Heizen liegt nach Informationen der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. ein großes CO2-Einsparpotenzial. Vielfach unbekannt ist, dass jeder Haushalt, der einen veralteten Heizkessel durch einen modernen Brennwertkessel austauscht, bis zu 3 Tonnen CO2 einsparen kann und zwar Jahr für Jahr. Bei Kombination einer Gas-Brennwertheizung mit einer Solaranlage lassen sich die CO2-Emissionen sogar um bis 55 Prozent reduzieren. Bei vergleichsweise hohen Energiepreisen zahlen sich Investitionen in energiesparende Geräte besonders schnell aus. Auch im Verkehr kann jeder CO2 einsparen. Alternative Antriebstechniken wie Erdgasfahrzeuge emittieren im Vergleich zu einem herkömmlichen Benzinfahrzeug 25 Prozent weniger CO2. Bei anderen Schadstoffen wie etwa Kohlenmonoxid oder reaktiven Kohlenwasserstoffen sind die Umweltvorteile sogar noch höher.

ASUE

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