16.08.2004

Effizienz lässt Energieverbrauch sinken Erneuerbare Energien und Erdgas im Aufwärtstrend

Der Energieverbrauch in Deutschland wird bis zum Jahr 2020 um knapp sieben Prozent auf rund 458 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) zurückgehen. Dies teilt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. unter Berufung auf die neueste Energieprognose des Mineralölkonzerns ExxonMobil mit.

Laut dieser Studie soll in den nächsten fünf Jahren der Energieverbrauch zunächst stagnieren, um dann im Zeitraum 2005 bis 2010 geringfügig um 0,5 Prozent zurückzugehen. Ab dem Jahr 2010 prognostiziert die Untersuchung einen stärkeren Rückgang - bis Ende 2020 um insgesamt sieben Prozent, der vor allem aufgrund der langfristig wirksamen Verbesserungen der Energieeffizienz beruhen soll. Wirkungsvolle Wärmedämmung in Häusern, bessere Heizkessel und Brenner ließen den Heizenergiebedarf sinken, so ExxonMobil.

Im internationalen Vergleich stehe Deutschland schon heute als eine energieeffiziente Volkswirtschaft da. Der Konzern geht in seiner Studie davon aus, dass die Energieintensität, also der Energieverbrauch bezogen auf das erzeugte Bruttoinlandsprodukt (BIP), in Deutschland bis 2020 um rund 30 Prozent abnehmen wird.

Auch die Anteile der unterschiedlichen Energieträger am Gesamtaufkommen sollen sich wesentlich verschieben. So erwartet ExxonMobil eine Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2020, vor allem aufgrund von staatlichen Subventionen, auf dann rund sieben Prozent. Im gleichen Zeitraum soll Erdgas auf 32 Prozent deutlich zulegen. Denn Erdgas wird nicht nur im Bereich der Wärmeversorgung zunehmend an Bedeutung gewinnen, sondern auch bei der Stromerzeugung sowie als umweltschonender Treibstoff für Kraftfahrzeuge.

Global betrachtet nimmt der Energieverbrauch laut der Erhebung von ExxonMobil jedoch dramatisch zu. Für die Mobilität und Energiebereitstellung in den sich entwickelnden Ländern, insbesondere Asiens, wird der Energieverbrauch weltweit bis 2020 um 40 Prozent auf dann 20,4 Milliarden Tonnen SKE ansteigen.

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Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
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