06.10.2006

Heizkosten: Die 10 wichtigsten Spartipps

In den vergangenen Monaten sind die Energiekosten weiter angestiegen. Als Ursache hierfür wird eine stark steigende Nachfrage nach Öl angegeben, z. B. in Ländern wie China und Indien. Das effektivste Mittel, die eigene Energierechnung zu reduzieren, ist das Energiesparen. Besonders groß ist das Einsparpotenzial bei Heizung und Warmwasserbereitung, denn deutsche Privathaushalte müssen hierfür fast 90 Prozent ihres Energieverbrauchs aufwenden. Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. zeigt auf, wie man gerade in diesem Bereich erhebliche Einsparungen erzielen kann.

(1) Veraltete Heizungsanlagen modernisieren! Denn moderne Systeme wie Erdgas-Brennwertgeräte verbrauchen im Vergleich zu alten Anlagen bis zu 40 Prozent weniger Energie.

(2) Wärmedämmung des Gebäudes! Dabei ist auf Heizkörpernischen zu achten, da hier die Hauswand in der Regel am dünnsten ist und so die Wärmeverluste entstehen.

(3) Heizungsanlage witterungsgesteuert und mit automatischer Temperaturabsenkung betreiben!

Durch die Absenkung der Raumtemperatur bei Nacht oder längerer Abwesenheit ergeben sich deutliche Einsparpotenziale. Jedes Grad weniger verringert die Heizkosten um rund sechs Prozent.

(4) Optimale Raumtemperaturen wählen! Empfohlen sind 20 °C für Wohn- und Arbeitsräume, für Küche und Schlafzimmer 18 beziehungsweise 17 °C sowie für Flure 10 bis 15 °C.

(5) Heizungsanlage regelmäßig checken! Denn schon eine nur wenige Millimeter starke Rußablagerung und ein schlecht eingestellter Brenner kosten rund fünf Prozent mehr Energie.

(6) Vorhänge und Jalousien nachts schließen! Das bewirkt für die Wohnung das gleiche wie die Bettdecke für den Menschen. Die Energieersparnis beträgt bis zu vier Prozent.

(7) Richtig lüften! Niemals Dauerlüften bei gekipptem Fenster und aufgedrehter Heizung - statt dessen mehrmals kurzzeitig (rund zehn Minuten) Fenster weit öffnen.

(8) Heizkörper nicht durch Möbel, Verkleidungen oder Gardinen verdecken! Dies beeinträchtigt die Luftzirkulation und somit eine optimale Wärmeverteilung im Raum. Sonst können bis zu 20 Prozent der Energie verloren gehen.

(9) Heizkörper abgleichen lassen! Dadurch wird gewährleistet, dass jeder Heizkörper innerhalb des Systems mit der tatsächlich benötigten Wärmemenge versorgt wird (über den entsprechenden Heizwasserstrom).

(10) Heizkörper entlüften! Das ist wichtig, wenn die Heizkörper ungleich warm werden oder Luftgeräusche auftreten. Dazu wird die Entlüftungsschraube mit einem Schlüssel solange geöffnet, bis Heizwasser austritt.

ASUE 

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Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jürgen Stefan Kukuk
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